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Warum hochsensible Menschen öfter zu seelischen Erkrankungen neigen

Warum hochsensible Menschen öfter zu seelischen Erkrankungen neigen

Angst, Depressionen und psychosomatische Beschwerden

Hochsensible Menschen erleben eine Überflutung an Reizen. Da sie Reize intensiver wahrnehmen und verarbeiten als normalsensible Menschen, kann es zu Gefühlen der Überforderung kommen, wenn die Umwelt zu stark oder andauernd auf sie einwirkt. Hochsensible Menschen können sich durch starke oder andauernde Sinnesreize extrem gestört fühlen.

Beispiele für Reizüberflutung

  • ein flackerndes Licht in der Deckenbeleuchtung
  • der Fernseher oder das Radio läuft ständig im Hintergrund
  • vorbeifahrende Autos
  • starke Gerüche
  • grelle Farben
  • laute Musik oder Lärm durch Bauarbeiten, Rasemäher usw.
  • Menschenansammlungen
  • schlechte Stimmungen anderer Menschen oder Gruppen
  • ein unangenehmer Geschmack
  • eine unharmonische Umgebung
  • ständig wechselnde Orte, Menschen oder Aufgaben

Auswirkungen seelischer Belastungen

Diese psychische Belastung kann einhergehen mit einigen dieser Symptome:

  • Gefühlen der Überforderung,
  • Zweifel an der eigenen Leistungsfähigkeit, woraus ein geringes Selbstwertgefühl oder Ängste entstehen können.
  • Ärger auf sich selbst, weil man nicht so belastbar ist
  • emotionalen Ausbrüchen, weil man es nicht mehr aushält
  • chronischer Erschöpfung
  • depressiven Reaktionen, so dass man sich immer mehr zurückzieht und still wird.
  • körperlichen, manchmal wechselnden Schmerzen

Seelische Erkrankungen

Woran kannst du nun erkennen, ob du eine seelische Erkrankung entwickelt hast? Grundsätzlich solltest du dich mit dieser Frage an eine_n Ärztin/Arzt oder eine_n Therapeutin/Therapeuten wenden.

 

Ich gebe dir nun einige grobe Anhaltspunkte, woran du eine seelische Erkrankung möglicherweise erkennen könntest:

Depressionen

 

Du erkennst Depressionen daran, dass dein Antrieb gemindert ist. Du fühlst dich dauernd niedergedrückt oder dauererschöpft. Du möchtest dich nur noch von der Welt zurückziehen und hast wenig Interesse an der Welt um dich herum. Das kann mit einer Vielzahl von weiteren Symptomen einhergehen, wie Schlafprobleme oder Schmerzzustände.

Angsterkrankung

Eine Angsterkrankung kann dann vorliegen, wenn du vor lauter Anspannung und Sorge damit beginnst, bestimmte soziale Situationen zu vermeiden. Du machst dir übermäßig Sorgen und kommst aus deiner Sorgenspirale kaum noch heraus. Es kann auch sein, dass du in bestimmten Situationen zu Panikattacken neigst.

Somatisierungsstörungen

Somatisierungsstörungen sind psychosomatische Beschwerden. Darunter versteht man  Krankheitssymptome, ohne dass der Arzt einen körperlichen Grund dafür findet.

Positiver Umgang mit Hochsensibilität

Bist du hochsensibel und hast es gelernt damit positiv umzugehen, können sich damit möglicherweise einhergehende seelische Erkrankungen schnell auflösen.

 

Hochsensibilität ist keine Erkrankung, sondern ein bedeutendes Merkmal deiner Persönlichkeit. Je mehr du das akzeptierst und dich auf die Vorteile dieses Persönlichkeitsmerkmals konzentrierst, umso mehr wirst du selbstbewusster, klarer im Umgang mit anderen Menschen und Situationen. Du wirst kraftvoller deine Ziele erreichen.

 

Dazu findest du Anregungen in meinen weiteren Blogbeiträgen.


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